Stiftung Zukunft Berlin | Berliner Stiftungen e.V.
Politisches Stiftungsfrühstück: Arbeiten in gemeinnützigen Organisationen
Demokratischer Anspruch und gelebte Organisationskultur. Eine Veranstaltung der Stiftung Zukunft Berlin in Kooperation mit dem Verein Berliner Stiftungen e.V. und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Vortrag/DiskussionEine Veranstaltung der Stiftung Zukunft Berlin in Kooperation mit dem Verein Berliner Stiftungen e.V. und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung
*** Aufgrund der hohen Nachfrage sind bereits alle Plätze belegt. Sie können sich jedoch weiterhin anmelden: Wir nehmen Sie in unsere Warteliste auf und informieren Sie, falls Plätze durch Absagen frei werden. ***
Gemeinnützige Organisationen, Stiftungen und zivilgesellschaftliche Akteure sind zentrale Träger der Demokratie. Sie engagieren sich für Teilhabe, Vielfalt, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor dem Hintergrund des Mottos der Berliner Stiftungswoche 2026 „Warum die Zukunft uns braucht“ nimmt dieses politische Stiftungsfrühstück die innere Verfasstheit gemeinnütziger Organisationen in den Blick. Denn demokratische Resilienz entsteht nicht nur durch Programme, Kampagnen oder politische Positionierungen nach außen, sondern auch durch Arbeitskulturen, Mitbestimmungsstrukturen und Führungsstile im Inneren von Organisationen. Wie demokratisch sind diese Organisationen nach innen organisiert – und wie glaubwürdig ist ihre demokratische Positionierung gegenüber den eigenen Mitarbeitenden?
Studien und praktische Erfahrungen – unter anderem aus dem Projekt „Demokratie ist Arbeit“ – zeigen, dass Fragen der Mitbestimmung, Anerkennung und Teilhabe in der Arbeitswelt eng mit politischer Haltung, Vertrauen in Institutionen und auch mit der Prävention von Radikalisierung zusammenhängen. Ob sich Mitarbeitende ernst genommen fühlen, Mitverantwortung erleben oder demokratische Kompetenzen entwickeln können, prägt maßgeblich die politische Kultur einer Organisation. Diese Dynamiken betreffen nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern ebenso NGOs, Stiftungen, Verbände und soziale Träger.
Ausgangspunkt der Diskussion ist dabei die Beobachtung, dass viele große Institutionen sich öffentlich klar demokratisch positionieren, intern jedoch nur begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten, wenig Transparenz oder stark hierarchische Entscheidungsstrukturen aufweisen. Diese Diskrepanz kann nicht nur Vertrauen nach außen untergraben, sondern auch zu Entfremdung, Frustration oder politischer Sprachlosigkeit innerhalb der Belegschaft führen.
Ziel der Veranstaltung ist, die große Bedeutung gemeinnütziger Organisationen für die Demokratie und das Gemeinwohl hervorzuheben und gleichzeitig zur Selbstreflexion anzuregen:
- Welche konkreten Strategien demokratischer Organisationsentwicklung gibt es bereits?
- Wo liegen strukturelle Spannungsfelder zwischen Effizienz, Projektlogiken und Beteiligung?
- Welche positiven Beispiele aus NGOs, Stiftungen und Unternehmen können Orientierung bieten?
- Wie lassen sich insbesondere kleine Betriebe und der Mittelstand ermutigen, Demokratie- und Mitbestimmungsfragen stärker als Teil ihrer Verantwortung zu begreifen, gerade in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren?
- Welche Bedeutung haben staatliche Förderlogiken für die innere Verfasstheit der zivilgesellschaftlichen Organisationen?
Das Stiftungsfrühstück versteht sich als Dialograum, der Perspektiven aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt. Gemeinsam möchten wir darüber sprechen, wie demokratische Werte gelebt werden können – nach innen wie nach außen. Hier können Erfahrungen aus gemeinnützigen Organisationen ebenso wertvoll sein wie Impulse aus der Wirtschaft.
Bringen Sie Ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven ein. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und spannende Impulse, unter anderem von Dr. Johannes Kiess (Universität Leipzig) und Dr. Rupert Graf Strachwitz (Maecenata Stiftung).
** Anmeldung **
Da die Plätze auf 80 Personen begrenzt sind (first come, first served), bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 31. März an: hirmer@stiftungzukunftberlin.eu. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine finale Bestätigung Ihrer Anmeldung einige Tage in Anspruch nehmen kann.
Für Mitglieder des Vereins der Berliner Stiftungen e.V., der AG Demokratie ist Arbeit sowie der Initiative Starke Demokratie ist die Teilnahme kostenlos. Alle weiteren Interessierten sind ebenfalls herzlich willkommen, wir bitten in diesem Falle um eine Spende in Höhe von 29,00 € am Einlass.
Da die Stiftung nach Ihrer Anmeldung, auch wenn Sie nicht kommen, die Kosten für den Sitzplatz trägt, sind wir Ihnen dankbar über eine verbindliche Anmeldung oder eine spätestens 48 h vorher gegebene Absage.
