Stiftung Charité
Gesund bleiben statt krank werden
Perspektiven moderner Präventionsmedizin
DiskussionDie meisten Menschen in Deutschland gehen zum Arzt oder der Ärztin, wenn sie sich krank fühlen – und nicht vorher. Gerade bei nichtübertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronischen Entzündungen jedoch liegt das größte Potential in der Vorbeugung. In Zeiten angespannter Finanzen und Fachkräftemangel ist diese Tatsache nicht nur individuell, sondern systemisch relevant. Vom Gesundheitswissen ins Gesundheitshandeln zu kommen allerdings scheint aus vielerlei Gründen schwer. Nicht umsonst werden Neujahrsvorsätze rund um ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und ausreichend Schlaf fleißig gefasst – und nach wenigen Wochen wieder verworfen. Welche Lebensumstände sind dafür mit verantwortlich? Und wie müssten Gesundheitssystem und Hochschulmedizin gestaltet sein, um Krankheiten nicht mehr ‚nur‘ zu behandeln, sondern strategisch und in der Breite vorzubeugen?
Welche Rolle könnten digitale Helfer wie Smartwatches spielen, die längst nicht mehr nur Schritte zählen, sondern z. B. auch Herzrhythmusstörungen erkennen? Und woran arbeitet die biomedizinische Spitzenforschung in Berlin und weltweit, damit die Medizin künftig viel früher intervenieren kann, nämlich bevor die Grenze von Gesundheit zu Krankheit überschritten wird?
Prof. Ralf Dechend, Co-Leiter der Forschungsgruppe „Hypertonie-bedingte Endorganschäden“ (Experimental and Clinical Research Center, eine gemeinsame Einrichtung des Max Delbrück Center und der Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Oberarzt (HELIOS Klinikum Berlin-Buch), Prof. Andreas Diefenbach, Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Infektionsimmunologie (Charité) und Co-Sprecher des Exzellenzclusters ImmunoPreCept, Dr. Martina Kloepfer, Vorstandsvorsitzende von Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V., und Prof. Friedrich Köhler, Leiter des Arbeitsbereichs Kardiovaskuläre Telemedizin und Oberarzt für Kardiologie (Deutsches Herzzentrum der Charité), diskutieren diese Fragen unter der Moderation der approbierten Medizinerin und renommierten Journalistin Christiane Löll. Sie spannen einen Bogen zwischen dem, was wir heute schon selbst für unsere Gesundheit tun können, und dem, was moderne Forschung für morgen vorbereitet.
Alle miteinander wollen wir möglichst lange möglichst gut leben. Was sind wir bereit, dafür heute zu tun, auf individueller, institutioneller und politischer/gesellschaftlicher Ebene?
Im Anschluss an die moderierte Diskussion laden wir zum offenen Austausch mit unseren Podiumsgästen ein.
