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2026
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Kiron Open Higher Education gGmbH

Regionale Lösungen für den Fachkräftemangel in der Pflege: Die Fachkräfteallianz

Wie lokale Kooperationen zwischen Pflegeeinrichtungen, Zivilgesellschaft und Politik nachhaltige Integration internationaler Fachkräfte ermöglichen

Der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege stellt Kommunen, Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen bundesweit vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen internationale Fachkräfte sowie Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung wichtige Chancen, regionale Versorgungssysteme zu stabilisieren und Arbeitsmärkte inklusiver zu gestalten.

Mit dem Modell der „Regionalen Fachkräfteallianz Pflege“ entwickelt Kiron Open Higher Education gGmbH gemeinsam mit seinem Partner Lingoda/Match kooperative Lösungsansätze für eine nachhaltige Fachkräfteintegration. Ziel ist es, regionale Netzwerke aufzubauen, in denen Pflegeeinrichtungen, Kommunen, Bildungsanbieter und Integrationsakteur*innen ihre Ressourcen bündeln und gemeinsam tragfähige Strukturen für Rekrutierung, Qualifizierung und soziale Integration internationaler Pflegekräfte schaffen.

Im Fokus stehen unter anderem die Gestaltung fairer internationaler Anwerbeprozesse, die Vorbereitung auf Anerkennungsverfahren, staatlich geförderte Sprach- und Fachqualifizierung sowie die langfristige Bindung von Fachkräften an Arbeitgeber und Region. Durch zentrale Koordination und sektorübergreifende Zusammenarbeit können Einrichtungen entlastet, Verfahren beschleunigt und nachhaltige Integration ermöglicht werden.

Erste Fachkräfteallianzen wurden bereits im Landkreis Pinneberg und der Stadt Hemau initiiert und zeigen, wie regionale Kooperationen konkrete Wirkung entfalten können.

Für Stiftungen eröffnet das Projekt vielfältige Anknüpfungspunkte: von der Förderung innovativer Pilotformate und regionaler Dialogprozesse über die Unterstützung von Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen bis hin zur Mitgestaltung evidenzbasierter Modelle für faire Arbeitsmigration und gesellschaftliche Teilhabe. Ziel ist es, gemeinsam skalierbare Lösungen zu entwickeln, die sowohl zur Sicherung der pflegerischen Versorgung als auch zur Stärkung sozialer Kohäsion und chancengerechter Arbeitsmärkte beitragen.

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