Was uns zusammenhält


Wie wollen wir zusammen leben? Als weltoffene und tolerante Gesellschaft? Oder mit Ausgrenzung und Scheuklappen? Politische Debatten haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert, sind deutlich aggressiver geworden. Die Lautstärke zählt oft mehr als der Austausch von Argumenten. Gefühle scheinen wichtiger als überprüfbare Fakten. Mit Lügen und Propaganda wird gezielt Stimmung gemacht, nicht nur im Internet. Doch was bleibt, wenn in einer Gesellschaft immer mehr auseinanderdriftet?  

Der gesellschaftliche Kitt scheint in weiten Teilen porös geworden zu sein. Hat sich die Politikverdrossenheit der achtziger und neunziger Jahre bereits zur massiven Demokratieverachtung entwickelt?

2017 lenkt das Schwerpunktthema der Berliner Stiftungswoche den Blick auf diese großen aktuellen Herausforderungen an unser gesellschaftliches Miteinander – als optimistisches Bekenntnis in politisch aufgewühlten Zeiten: FÜR GEMEINSINN UND ZUVERSICHT.

Was uns zusammenhält – das enthält zwischen den Zeilen auch die Frage, was wir tun können, um mehr Zusammenhalt zu erzielen, wo dies notwendig ist. Gleichzeitig soll das Thema auch ermutigen, Unterschiede auszuhalten, konstruktiv miteinander zu streiten und die gegenwärtige Suche nach neuer Orientierung als Chance zu begreifen. Gerade Stiftungen können dabei als wichtige Stimmen der Zivilgesellschaft für viele positive Impulse sorgen, die Mut machen und anstecken. Für ein funktionierendes Miteinander. Und ein weltoffenes Berlin.

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